Text: Svetlana Reinwarth

Fotos: Svetlana Reinwarth

Veröffentlicht am 07.06.2026

Am 6. Juni 2026 wurden in Düsseldorf der Geburtstag von A. S. Puschkin sowie der Tag der russischen Sprache gefeiert.

Das Denkmal für den russischen Dichter Alexander Puschkin befindet sich im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk am Oberbilker Markt.

Am 6. Juni 2026 wurden in Düsseldorf der 227. Geburtstag des russischen Dichters Alexander Puschkin und der Tag der russischen Sprache gefeiert. Aus diesem Anlass lud die Organisation „Rhein-Ruhr-Russland“ Gäste zu den „Treffen bei Puschkin“ am Denkmal des Dichters im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk ein.


Die Geschäftsführerin der Organisation, Dr. Ljubov Jakovleva-Schneider, hieß die Gäste der Veranstaltung willkommen und berichtete über die Entstehungsgeschichte des Denkmals in Düsseldorf. „In diesem Jahr feiert das Denkmal sein 30-jähriges Bestehen. Es wurde 1996 von der Moskauer Regierung im Zuge des Abschlusses des Freundschafts- und Partnerschaftsabkommens eröffnet. Im Gegenzug schenkte Düsseldorf Moskau ein Denkmal für Heinrich Heine.“

Dr. Ljubov Jakovleva-Schneider

Von 1992 bis 2022 waren Moskau und Düsseldorf Partnerstädte und haben in verschiedenen Bereichen aktiv zusammengearbeitet. Aufgrund der aktuellen Lage ist die Partnerschaft derzeit leider auf Eis gelegt. Wir alle hoffen sehr, dass sich die Lage in Zukunft ändert und die Partnerschaft wieder aufgenommen wird.

Gruppenbild der Teilnehmer des Treffens

Anlässlich des Geburtstags von A. S. Puschkin kamen zahlreiche Gäste zu der Veranstaltung, die alle durch ihre Liebe zur russischen Kultur, Literatur und Poesie verbunden sind. Unter ihnen befanden sich Persönlichkeiten aus Kultur und Kunst, Vertreter diplomatischer Kreise und gesellschaftlicher Organisationen, Politiker sowie Medienvertreter. Es kamen all jene, denen das Schicksal der russischen Kultur am Herzen liegt und die sie auf diese Weise unterstützen wollten.

Blumen für Alexander Puschkin

Bei den „Treffen bei Puschkin“ war die Stimmung ausgelassen. Es erklang Musik, und die Künstler des „Nasch Teatr“ („Unser Theater“) aus Düsseldorf trugen wunderschöne Gedichte des Dichters vor. Für die musikalische Begleitung sorgte der Kamener Musiker Roland Kussel.

Elena Gordienko, Schauspielerin vom „Nasch Teatr“, liest „Tatjanas Brief“ aus Puschkins Roman „Eugen Onegin“.

Auch die Zuschauer durften ihre Lieblingsgedichte von Puschkin vortragen. Es war sehr schön und feierlich, die allseits beliebten Verse zu hören.

Die Teilnehmer der Treffen liest Puschkin Gedichte vor

Besonders schön und bewegend war, dass nicht nur erwachsene Künstler auftraten, sondern auch Vertreter der jungen Generation. Die Kinder, die Russisch lernen, trugen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Anna Rajak Auszüge aus Gedichten und Märchen von Puschkin vor.

Anna Rajak liest mi ihrer Schülerin ein Gedicht von Puschkin

Es sei darauf hingewiesen, dass am 6. Juni nicht nur der Geburtstag des Dichters, sondern auch der Tag der russischen Sprache begangen wurde. Der Attaché des russischen Generalkonsulats in Bonn, Sergej Alexandrowitsch Zvonov, betonte, dass die russische Sprache außerordentlich reich und schön ist. Sie sei ausdrucksstark und facettenreich. Das Interesse am Erlernen der russischen Sprache war schon immer groß und sie wird weltweit weiterhin gelernt. Interessant ist auch, dass viele russischsprachige Menschen, die Russland verlassen haben und in verschiedenen Ländern der Welt leben, ihre Muttersprache nicht vergessen, sondern sie weiterhin sprechen und ihren Kindern vermitteln.

Der Attaché des russischen Generalkonsulats in Bonn, Sergej Alexandrowitsch Zvonov

Selbstverständlich hat unsere Redaktion mit den Besuchern gesprochen, die an diesem Tag zum Puschkin-Denkmal gekommen waren. Sie alle waren sich einig, dass solche Begegnungen gerade jetzt notwendig sind. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland erleben derzeit keine guten Zeiten. Ein kultureller Dialog zwischen den Ländern und Völkern ist daher dringend erforderlich. Wir müssen Differenzen überwinden und Wege zur Annäherung suchen. Und genau solche wunderbaren Begegnungen sind ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.